Brauchtum


Radschieben:

Ein Brauch der von der Jugendfeuerwehr durchgeführt wird, ist das Radschieben („Radscheewen“), welches am 1. Fastensonntag („ScheeweSunnech“) eines jeden Jahres stattfindet. Er dient dazu, den Winter auszutreiben und den Frühling zu begrüßen. Bei diesem Jahrhunderte alten Brauch wird ein großes eisernes Rad mit Heu und Holz gefüllt. Diese Vorbereitungen können am "kleinen Sportplatz", oberhalb des Kindergartens verfolgt werden. In der Abenddämmerung wird das Rad angezündet und mit viel Lärm und Gesang ins Tal gerollt. Nach dem Ausbrennen des Rades folgt ein gemeinschaftlicher Verzehr der tagsüber gesammelten Eier im Feuerwehrgerätehaus.


Brennendes Rad

Durch dieses Bild ist der Sinn des Radschiebens gut nachzuvollziehen. Hier wird der Winter durch das Feuerrad ausgetrieben und der Frühling willkommen geheißen.

 

Eierlage:

Ab ca. 1:00 Eierlage in Neroth

Dieser Osterbrauch wird in Neroth seit 1924 von der Freiw. Feuerwehr ausgeübt.
Die Gründer waren Peter Broconier, Josef Karls, Josef Pfeil, Josef Schelian und Peter Schottes.

Nach dem Umzug durch den Ort unter Beteiligung der Teilnehmer /innen, des Musikvereins und der Freiw. Feuerwehr versammeln sich die Zuschauer in der Heltenbergstraße direkt vor dem Gemeindesaal.

Unter Aufsicht der Zuschauer werden zunächst 43 Eier für den Juniorenwettbewerb und später 81 Eier für den Seniorenwettbewerb von den Kameraden der Feuerwehr in Sägemehl eingebettet auf der Straße ausgelegt.

Nachdem der Raffer und der Läufer sich selbst von der Anzahl der Eier auf der Straße überzeugt haben, steigen der Junioren- und anschließend der Seniorenwettbewerb.

Bei dem Wettkampf startet ein Raffer und ein Läufer, der Raffer muss nacheinander 43 bzw. 81 Eier, welche im Abstand von 50 cm ausgelegt sind, einzeln in einen Korb einsammeln, und der Läufer muss eine Strecke von ca. 1650 m bei den Junioren und 5000 m bei den Senioren laufen.

Sieger ist, wer zuerst seine Aufgabe gelöst hat.

Zur Nachwuchsförderung wird seit 1980 der Juniorenwettbewerb ausgetragen.

Neben dem Raffer und dem Läufer sind auch in diesem Jahr sogenannte Preisläufer in jeder Altersgruppe am Start, welche mit 2 Minuten Abstand zu dem Raffer und Läufer starten und “gegen die Uhr” laufen.